9 Superfoods für Deinen Hund

 

Kannst Du Dich noch an Chiasamen erinnern?

 

Vorletztes Jahr waren sie DAS Superfood schlechthin! Diese kleinen Samen haben (angeblich) alle guten Eigenschaften dieser Welt in nur ein paar kleinen Körnchen vereint.

 

Ihre eigentlich ziemlich eklige Konsistenz, wenn man sie in Flüssigkeiten eingeweicht hat, wurde vertuscht und gehyped mit Kreationen wie „Chia-Pudding“.

 

 

Alle sogenannten „Superfoods“ der letzten Jahre hatten diese Gemeinsamkeiten:

  • man hatte bis zum Tag X noch nie von ihnen gehört
  • sie kamen meist aus ziemlich weit entfernten Ländern
  • sie waren superteuer und
  • spätestens ein Jahr nach ihrem plötzlichen Erscheinen waren sie genauso plötzlich wieder von der Bildfläche verschwunden.

Meist gab es ja auch schon ein neues "super geniales" Lebensmittel, welches erneut ein unendlich gesundes Leben versprach.

 

Aber wusstest Du, das wir ganz viele „echte“ Superfoods sowieso fast jeden Tag essen? Und dass die nicht mal teuer sind? Und dass Du die bei Dir um die Ecke kaufen kannst? Und dass die auch Deinem Hund guttun?

 

Nein? Macht nix - denn ich präsentiere Dir jetzt...

 

9 Superfoods von nebenan

1. Der Apfel

Ja, der Apfel ist ein absolutes Superfood!

 

Seine Schale enthält eine Reihe von sogenannten Polyphenolen, die oxidativen Stress vermindern und so dem Entstehen von Krankheiten vorbeugen können. Sie wirken außerdem entzündungshemmend und krebsvorbeugend, senken das Alzheimerrisiko und beugen Arteriosklerose vor.

 

Das enthaltene Pektin im Fruchtfleisch nimmt im Darm Flüssigkeit auf und kann helfen zu weichen Kot etwas einzudicken, außerdem funktioniert es wie ein „Bakterienfutter“ für die guten Bakterien im Darm Deines Hundes.

 

2. Beeren

Himbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren und Erdbeeren sind super gesunde Früchte – auch für Deinen Hund! Ihre Beerenhäutchen enthalten, wie schon die Schale des Apfels, Polyphenole welche auch hier das Krebsrisiko senken und die Zellen schützen.

 

Da vor allem Heidelbeeren schnell auch mal eine durchschlagende Wirkung haben können, gewöhne Deinen Hund langsam an die Beerenfütterung. Getrocknete Heidelbeeren wirken hingegen stopfend und damit gut gegen Durchfall und können Brechreiz lindern.

 

3. Möhren

 

Beta-Carotin ist der Farbstoff der den Möhren ihre schöne, intensive Färbung gibt.

 

Neben der hübschen Farbe, wirkt er außerdem zellschützend und stärkt das Immunsystem.

 

Der Körper Deines Hundes ist außerdem in der Lage, aus dem Betacarotin Vitamin A zu bauen.

 

 

 

Auch die Möhre enthält Pektin, welches regulierend auf die Verdauung wirkt. Mit ihr lässt sich auch die großartige Moro´sche Möhrensuppe zubereiten.

 

 

 

4. Grünkohl

Von den einen geliebt, von den anderen gehasst: bei Grünkohl scheiden sich die Geister.

Zu seiner Erntezeit ist er allerdings ein mächtiger Vitamin C-Lieferant, der, auch wenn er nicht orange ist, eine Menge Beta-Carotin liefert.

 

So hat er einen zellschützenden Effekt und wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus.

 

Verfüttere die Kohlblätter am besten gekocht und nur in kleinen Mengen. Wie jeder andere Kohl auch, kann Grünkohl zu Blähungen führen.

 

5. Tomaten

Entgegen vieler Behauptungen dürfen Hunde sehr wohl Tomaten fressen.

Giftig sind nur unreife Tomaten und die Tomatenblätter. Das Füttern von reifen, oder erhitzten Tomaten ist somit nicht nur kein Problem, sondern hat auch einen „Gesundheitsbonus“.

 

Das enthaltene Lycopin stärkt nämlich die Immunfunktion und kann Entzündungsprozesse im Körper des Hundes reduzieren. Eine krebsschützende Wirkung steht im Raum, aktuell ist die Studienlage dazu sehr widersprüchlich und noch nicht abschließend geklärt.

 

6. Rote Bete

Die rote Rübe enthält den Stoff Betain welcher den Körper vor Arteriosklerose, also einer Verengung der Arterien durch Ablagerungen, schützt. Weiterhin wirken die Pflanzenfarbstoffe krebsschützend.

 

7. Fenchel

Vielen ist dieses Superfood mit dem charakteristischen Geruch nur als Tee bekannt.

Neben seiner krampflösenden, entblähenden und beruhigenden Wirkung auf den Darm, ist das ätherische Fenchelöl auch eine echte Geheimwaffe bei Husten!

 

Neben Vitamin C enthält auch Fenchel den Zellbeschützer Beta-Carotin.

 

8. Gartenkresse

Den leicht scharf, pfeffrigen Geschmack bekommt die Gartenkresse durch die enthaltenen Senföle. Diese haben eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung, fördern die Verdauung, regen den Stoffwechsel an und sollen auch krebshemmend wirken.

 

Die leichte Schärfe mag nicht jederhunds Sache sein, viele Hunde beweisen aber durchaus Geschmack und finden Gefallen an einer mit Kresse „gewürzten“ Mahlzeit.

 

9. Maiskeimöl

Ja, ich finde auch dieses Öl hat sich seinen Platz unter den heimischen Superfoods mehr als verdient. Neben den essentiellen Fettsäuren Linol- und Linolensäure, liefert es auch eine ordentliche Portion Vitamin E, schützt mit seinen Phytosterolen vor Krebs und reduziert das Risiko für das Entstehen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

 

Achte beim Kauf darauf, ein natives, also unbehandeltes Maiskeimöl zu kaufen. In ihm ist der höchste Gehalt an gesundheitsfördernden Phytosterolen zu erwarten.

 

Generell kann jeder Hund in den Genuss dieser Superfoods kommen. Auch zu Trocken- oder Nassfutter darf täglich etwas frisches Gemüse und Obst gefüttert werden.

 

Damit Dein Hund auch möglichst viel von dem "Nährstoff-Boost" hat, solltest Du nur reifes Obst und Gemüse (am besten der Saison) füttern. Pflanzliche Lebensmittel sollten vorab am besten gedünstet, gekocht oder püriert werden, damit Dein Hund die vielen gesunden Stoffe auch aufnehmen kann.