Kundenfrage: "Mein Hund reagiert auf jedes Futter allergisch! Was soll ich tun?"

 

„Liebe Anne,

 

Ich komme mit meinem Benny grad vom Tierarzt und bei ihm wurden richtig viele Futtermittelallergien festgestellt. Ich bin ganz durcheinander und etwas überfordert – was kann ich ihm denn jetzt überhaupt noch geben?

 

…“

 

Das ist ein Auszug aus einer E-Mail, die ich vor ein paar Wochen bekam. Leider nicht die einzige ihrer Art. Bei etwa 60-70 % meiner Beratungen spielen Futtermittelallergien eine feste Haupt- oder zumindest Nebenrolle.

 

Dir geht es ähnlich? Ja? Glück gehabt, diese E-Mail beantworte ich öffentlich:

 

„Liebe/r Hundehalter/in,

 

zuerst einmal ist wichtig: wie wurde die Futtermittelallergie denn festgestellt?

Für das Austesten gibt es eine Reihe von Verfahren welche mehr oder weniger anerkannt und aussagekräftig sind.

 

Testungen auf Futtermittelallergien per Bluttest (Bestimmung von IgG und IgE aus dem Blut) oder per Bioresonanzanalyse sind leider nie zu 100% zuverlässig.

 

Wurden die Allergien also auf einem dieser Wege festgestellt: erstmal tief Luft holen – es ist noch nichts verloren!

 

Das einzig zuverlässige Mittel in der Allergiediagnostik bezogen auf Futtermittel ist und bleibt eine Ausschlussdiät. Mittels dieser speziellen Diät werden einzelne Futtermittel - eines nach dem anderen – am Hund ausgetestet und geschaut, ob er reagiert (z.B. Juckreiz, Durchfall, Übelkeit, … dann ist der Test für diesen Futterbestandteil positiv) oder nicht (Allergietest negativ).

 

Das wäre auch der nächste von mir empfohlene Schritt.

 

Die Ausschlussdiät sollte dabei ausschließlich aus zwei Futterkomponenten, einer Eiweiß- und einer Kohlenhydratquelle, bestehen. Beide sollte der Hund möglichst noch nie gefressen haben.

 

Bitte beachte, dass auch in dieser Zeit Leckerchen, Kauartikel oder kleine Belohnungen zwischendurch absolut tabu sind, wenn sie nicht aus derselben Eiweiß- und/oder Kohlenhydratquelle wie das Hauptfutter bestehen.

 

Fütterst Du Deinem Hund z.B. Pferd und Kartoffel, darf er zusätzlich gern getrocknetes Pferdefleisch bekommen oder selbstgemachte Kekse, wenn diese nur aus Kartoffeln / Kartoffelflocken und Pferdefleisch bestehen.

 

Diese Diät wird für mindestens 8 Wochen gefüttert, innerhalb dieses Zeitraums sollten die Symptome der Allergie komplett verschwinden. Ist der Hund symptomfrei, können weitere Eiweiß- und Kohlenhydratquellen sowie Öle und Futterzusätze ausgetestet werden.

 

Daraus ergibt sich eine 100% sichere Liste, welche Lebensmittel der Hund tatsächlich verträgt und welche nicht. Anhand dieser kann dann im Anschluss auch ein bedarfsdeckender Futterplan erstellt werden.

 

Und: keine Sorge. Auch wenn Dein Hund „das große Los“ gezogen hat und ein „Super-Allergiker“ sein sollte: auch bei wirklich starken Allergikern finden sich in der Regel Lösungen für eine dauerhaft ausgewogene Ernährung!

…“

 

Du siehst also: es gibt erstmal immer einen Plan B und keinen Grund zu verzweifeln!

 

Hier findest Du noch mehr zum Thema "Futtermittelallergie":

 

Du bist unsicher, ob Dein Hund vielleicht auch an einer Futtermittelallergie leiden könnte?

Hier findest Du Symptome, die darauf hinweisen können!

 

 

Du steckst mitten in der Ausschlussdiät und möchtest eure Erfolge dokumentieren?

Hier findest Du ein Futtertagebuch!

 

 

Du weißt nicht welche Eiweiß- und Kohlenhydratquellen Dein Hund am besten bekommen sollte?

Hier habe ich Dir einige Möglichkeiten zusammengestellt!

 

 

Euer Problem ist spezieller und Du benötigst eine individuelle Beratung?

Schreib mir oder reserviere Dir einen Telefontermin!

 

P.S.: Selbstverständlich wurde die Kundin vorab gefragt ob Ihre Frage und die dazugehörige Antwort veröffentlicht werden darf. E-Mails zwischen Dir und mir sind immer vertraulich und werden ohne Deine ausdrückliche Zustimmung weder ganz noch auszugsweise veröffentlicht, noch wird deren Inhalt an Dritte weitergetragen.