5 + 1 Tricks für eine schnellere Futtervorbereitung

Die Liebe und selbstgemachtes Futter für Deinen Hund haben genau zwei Dinge gemeinsam:

 

1. (so gut wie) alles ist erlaubt und

2. irgendwann verfliegt die Magie des ersten Moments und der Alltag kehrt ein.

 

Viele Hundehalter, die ich in den letzten Jahren begleitet habe, wollen zu Anfang bspw. noch jeden Tag für ihren Hund frisch kochen oder zweimal wöchentlich frisches, rohes Fleisch aus dem BARF-Shop um die Ecke kaufen.

 

Die ersten Tage und Wochen sind dann auch meist noch ganz „romantisch“ und man erfreut sich an seinem Werk, seinem Hund so etwas Großartiges kredenzen zu können.

 

Irgendwann kommen dann aber immer mehr Kleinigkeiten dazwischen: ein Kindergeburtstag, Überstunden, keine Lust,… .

 

Ich gebe mal Entwarnung: das ist absolut normal!

 

Auch wenn sich viel in unserem Leben um unsere Hunde dreht: es ist absolut in Ordnung, wenn man mal etwas tricksen muss.

 

Was die Futtervorbereitung angeht, habe ich deshalb 5 + 1 Tricks, die Dir helfen sollen auch im Alltag das Futter für Deinen Hund schnell vorzubereiten:

 

Ein Futterplan

Ein guter Futterplan ist das A und O jeder sinnvollen Futtervorbereitung.

 

Er enthält alle notwendigen Informationen über benötigte Lebens- und Futtermittel, Öle und Nahrungsergänzungen, die Du für Deinen Hund benötigst.

 

Umso übersichtlicher, desto besser!

 

Aus diesem Grund gebe ich auf meinen Futterplänen z.B. auch immer die Wochenmengen der jeweiligen Zutaten mit an. So kannst Du Dir in Rekordzeit einen Einkaufszettel schreiben.

 

Bereite Futter für mehrere Tage vor

Ich finde es rühmlich, dass Du Deinen Hund jeden Tag feiern willst, indem Du ihm immer alles frisch zubereitest.

 

Das hat er mit Sicherheit auch verdient!

 

Die meisten Hunde fressen aber auch eingefrostetes und wiederaufgetautes Futter genauso gern.

 

Deinem Hund geht die Freude an wirklich gutem und leckerem Futter nicht verloren, aber Du kannst jede Menge Zeit sparen, wenn Du das Futter direkt für mehrere Tage vorbereitest.

 

Gekochtes Futter hält sich z.B. gut verschlossen im Kühlschrank für etwa 2-3 Tage, im Gefrierschrank für gut 6 Monate.

 

Fütterst Du Deinen Hund roh, kannst Du Fleisch am Stück sogar bis zu einer Woche auf der untersten Glasplatte im Kühlschrank aufbewahren.

 

Beachte hier nur: umso stärker das Fleisch zerkleinert wurde, desto größer wird die Angriffsfläsche für Mikroorganismen, die zu einer schnelleren Verderblichkeit führen.

 

Daher sollten rohes Rinderhack und gewolftes Fleisch auch immer innerhalb von 24 Stunden aufgebraucht werden.

 

Kaufe alle Zutaten möglichst passend in den benötigten Mengen ein

So kannst Du Dir zu Hause das erneute Wiegen und Abmessen von Fleisch, Milchprodukten, Obst und Gemüse komplett sparen.

 

Da Gemüse und Obst im Futter vor allem den Zweck eines Lieferanten für Ballast- und sekundäre Pflanzenstoffe erfüllen, mache Dir hier wegen der exakt passenden Menge nicht allzu verrückt!

 

Mal 10 gramm weniger oder 50 gramm mehr an Gemüse und Obst haben bei einem gesunden Hund keinerlei Auswirkungen auf sein Wohlbefinden. Beide haben außerdem einen relativ geringen Kaloriengehalt, weshalb eine Gewichtszunahme nicht zu befürchten ist.

 

Kohlenhydratquellen wie Reis, Nudeln oder diverse Flocken sind hingegen recht kalorienhaltig und sollten deshalb möglichst genau nach Plan gefüttert werden, um zu starke Gewichtsschwankungen zu vermeiden.

 

Übrigens: Durch die Angabe von runden Zahlen in meinen Futterplänen, wird der Einkauf aller Zutaten zu einem Kinderspiel – ganz unabhängig davon, ob Du Deinen Hund bekochst oder ihn bspw. roh fütterst.

 

Nutze, was Deine Küche hergibt - im Multitasking-Modus

BARFer sind bei diesem Trick etwas außen vor, da es an dieser Stelle vor allem um gekochtes Futter geht.

 

Zum garen der Lebensmittel nutze gern alle Möglichkeiten, die Deine Küche hergibt – und das gleichzeitig!

 

Du musst Fleisch nicht nur immer kochen – Du kannst es z.B. auch braten, backen oder grillen.

 

Fleisch und Gemüse kannst Du auch super zusammen in einem Bratschlauch im Ofen garen.

 

Du hast einen Schnellkochtopf? Super! Schmeiß Gemüse in den Dampfgarkorb und lege einen aufgetauten Fisch oben drauf – beides braucht nur ~8 Minuten um gar zu werden.

 

Während ich für meinen eigenen Hund z.B. häufig ein ganzes Kaninchen im Ofen backe, kann ich in der Zwischenzeit schon Rinderhack braten, Nudeln kochen, habe Gemüse im Schnellkochtopf und nebenbei köchelt eine Hühnersuppe.

 

So kann ich in nur 1,5 – 2 Stunden Futter für 4 Wochen im Voraus vorbereiten und anschließend einfrieren.

 

One-Pot-Gerichte

Wie der Name schon sagt, werden hier alle Zutaten in einem Topf zubereitet.

 

Neben Zeit kannst Du Dir hier also auch noch den Abwasch sparen.

 

Bei der Zubereitung ist das Schema eigentlich immer so ziemlich dasselbe:

 

Ich brate das Fleisch in einem Topf z.B. immer erst etwas an, gebe dann Gemüse dazu und gieße anschließend alles mit etwas Wasser auf, sodass Gemüse und Fleisch bedeckt sind.

 

Das Ganze lasse ich dann etwas kochen und gebe zum Schluss noch Reis oder Nudeln zu, die ich ebenfalls weitere 10-15 Minuten mitkochen lasse. Fertig.

 

Hühnersuppe
Hühnersuppe
"One-Pan": Spaghetti Bolognese
"One-Pan": Spaghetti Bolognese
Rindergulasch
Rindergulasch

Friere Futterzusätze und Öle mit ein

Während insbesondere das Erhitzen vielen Vitaminen etwas ausmacht, können diese problemlos zusammen mit dem vorbereiteten Futter eingefroren werden. Dasselbe gilt für Öle.

 

Lediglich Medikamente, Heilkräuter und eingeweichte Flocken solltest Du für Deinen Hund nicht einfrieren.