3 häufige Fragen... zur Futtermittelallergie

Wie erkenne ich allergene Stoffe im Futter?

Theoretisch kann jedes Lebensmittel, bzw. deren Bestandteile, eine Allergie bei Deinem Hund auslösen. Dabei ist es egal ob es sich um Fleisch oder Kohlenhydratquellen wie Weizen, Reis oder Kartoffeln handelt. Auch Gemüse, Öle, aber auch Futterzusätze oder Konservierungsstoffe können zu Problemen führen.

 

Die häufigsten Auslöser für Futtermittelallergien bei Hunden sind aber:

  • Fleisch, vor allem vom Rind, Schwein, Geflügel (besonders Huhn) und Lamm
  • Milchprodukte
  • Soja
  • Weizen
  • Mais
  • Reis
  • Eier

Etwa 20% der von Futtermittelallergien betroffenen Hunde vertragen außerdem keine Nahrung auf Basis kommerzieller Fertigfutter.

Neben dem Futter selbst, bringt aber vielleicht auch schon Dein Hund selbst einen gewissen "Hang" zur Entwicklung einer Futtermittelallergie mit.

 

Relativ oft betroffen sind die Hunderassen:

  • Golden Retriever
  • Labrador Retriever
  • Boxer
  • West Highland White Terrier
  • Deutscher Schäferhund
  • Shar Pei
  • Cocker Spaniel
  • Springer Spaniel
  • Irish Setter
  • Französische Bulldogge
  • Mops

Woher weiß ich, dass mein Hund auf etwas im Futter allergisch reagiert?

Während wir Menschen bei Allergien oft Reaktionen vom sogenannten „Soforttyp“ zeigen, kommt es bei Hunden häufiger vor, dass sie erst Stunden bis Tage nach der Aufnahme eines entsprechenden Futtermittels eine Reaktion zeigen.

Dabei handelt es sich um eine allergische Reaktion vom „Spättyp“.

 

Am häufigsten zeigen betroffene Hunde Hautsymptome und Symptome des Magen-Darm-Trakts.

 

Der Juckreiz tritt vor allem

  • an den Pfoten,
  • den Achseln,
  • in der Leistengegend und
  • im Gesicht auf.

Es können sich Pusteln, Schuppen und oberflächliche Hautentzündungen (sogenannte „Hot Spots“) bilden. Es kommen Entzündungen der Ohren und an den Pfoten vor.

 

Oft verfärbt sich die Haut an den juckenden Stellen bräunlich und setzt sich durch eine dunklere Farbe von nicht betroffenen Hautarealen ab. Außerdem kann es zu Haarausfall und Fellverlust kommen.

 

Symptome des Verdauungstraktes zeigen sich insbesondere durch

  • Durchfall,
  • häufigen Kotabsatz (3- 10 mal am Tag bei normalem Ballaststoffgehalt des Futters, also 2- 4,5% Rohfaser in Trockenfuttern und 0,1 - 2,2% Rohfaser in Nassfutter),
  • Blähungen,
  • Darmgeräusche,
  • Bauchschmerzen und
  • Erbrechen.

Allgemeine Störungen können weiterhin

  • Appetitlosigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Abmagerung und
  • vor allem bei jungen Hunden Wachstumsverzögerungen sein.

Seltener kommen Störungen

  • der Atmung,
  • der Blutbildung,
  • des Harnapparates oder
  • der Nerven (neurologische Störungen) vor.

Auch Reizbarkeit oder ein erhöhtes Aktivitätsniveau können zusätzliche Hinweise auf eine Futtermittelallergie geben.

 

Was soll ich tun, wenn mein Hund scheinbar allergisch auf sein Futter reagiert?

Der erste Weg sollte immer zu Deinem Tierarzt führen. Neben einer Futtermittelallergie gibt es nämlich noch eine Reihe anderer Auslöser für die oben genannten Symptome.

 

Juckreiz und Hautentzündungen können auch durch (für Dich nicht sichtbare) Parasiten oder z.B. bakterielle Infektionen ausgelöst werden. Dasselbe gilt für Durchfall, Erbrechen und Co. .

 

Kann Dein Tierarzt keinen Anhaltspunkt für eine andere auslösende Erkrankung finden, solltest Du mit Deinem Hund eine Ausschlussdiät durchführen.

 

Bei einer Ausschlussdiät bekommt Dein Hund für einen Zeitraum von mindestens 8 Wochen ausschließlich eine Eiweiß- und Kohlenhydratquelle gefüttert. Diese sollte er idealerweise vorher noch nie gefressen haben um die allergische Reaktion herunter zu regulieren.

 

Dieser 8-wöchigen Diät schließt sich dann eine Provokationsphase an, in welcher systematisch weitere Lebensmittel auf ihr allergenes Potential bei Deinem Hund überprüft werden.